Theologin, Autorin & Referentin

Sommer

Debora (Cornelia)

1974

Schweizer Mittelland

verheiratet mit Rolf Sommer (Sommercoaching)

zwei

Theologie an der STH Basel (Abschlussjahr 1999)

Oktober 2012 in Pretoria (University of South Africa)

 --> Studienleiterin Fernstudium & E-Dozentin am Theologischen Seminar St. Chrischona

 --> Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa

 --> Co-Researcherin am Department of Christian Spirituality, Church History &  Missiology der University of South Africa - Link zu einem Interview

 

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Steckbrief
 aus Berufung & Leidenschaft
Lebensrollen & die Frau dahinter

Wie viele andere bin auch ich von verschiedenen Lebensrollen herausgefordert.

Die Rolle der Tochter, Schwester, Nichte und Enkelin waren Geburtsgeschenke. Im Laufe der Jahre kamen weitere Lebensrollen dazu: Hobbymusikerin, Poetin, Patin, Theologin, Ehefrau, Tante, Pastorenfrau, Mutter, Referentin, Akademikerin, Autorin, E-Dozentin und so weiter.

 

Doch im Grunde genommen bleibt die Nennung von Lebensrollen oberflächlich. Hinter diesen Lebensrollen steckt eine introvertierte und hochsensible Frau, die sich ihrer Komplexität, Verletzlichkeit und Grenzen bewusst ist. Manchmal leide ich am Leben und dann wiederum kann ich mich kaum sattsehen an seiner Schönheit. Das Meer, Sonnenuntergänge, ein leeres Blatt Papier, Bücher, stille Nachtstunden, ein heißes Bad, Schmetterlinge, Blumen, Schokolade, Kunst aller Art und ein leckerer Kaffee in stilvollem Ambiente üben eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Und auch wenn ich in Erstbegegnungen vielleicht etwas zurückhaltend und schüchtern wirke, kann ich auf der Bühne eine - manchmal selbst für mich ;-) - erstaunliche Leidenschaft entfalten. Es erfüllt mich mit Freude, wenn es gelingt, andere mit Themen zu berühren, die mir selber auf der Seele brennen! Wie einst Kirchenvater Augustinus (354-430) sagte: "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst."

 

Die Wortsammlerin

Seit meiner frühen Kindheit haben Buchstaben eine große Faszination auf mich ausgeübt. Kaum konnte ich lesen und schreiben, entstanden die ersten kleinen Gedichte und Texte. Holprig zwar, aber voller Leidenschaft und Pathos.

 

Mit 10 Jahren - während eines Urlaubs bei Verwandten - schrieb ich mein erstes langes Gedicht. Aufgeregt verschenkte ich es weiter. Auch meine Primarlehrerin erhielt ein Exemplar. Mit dem Resultat, dass ich mein Gedicht der ganzen Schulklasse vorlesen durfte. Nie werde ich diesen feierlichen Moment vergessen.

 

Begeistert schrieb ich Aufsätze. Was für ein Abenteuer, sich in andere Menschen, Zeiten und Szenarien hineinzuversetzen! In meiner Freizeit schrieb ich unzählige Liebesbriefe - erst an meine Eltern und meine Schwester, später an meinen zukünftigen Ehemann. Über die Jahre füllten sich zahlreiche Tagebücher mit Erlebnissen, Texten und Gedichten. Meine Form von Seelenhygiene - bis heute.

 

Der Schritt zum Buch kostete viel Mut. Schreiben für mich selber war vertraut. Aber Schreiben für andere? Der Respekt davor bleibt. Der Anfang hat mich ermutigt, weiterzuschreiben. Ich liebe das Gefühl, vor einer leeren Seite zu sitzen. Alles ist möglich. Ich darf gestalten. Bin unterwegs zu Gott, zu mir und zu anderen Menschen.

Was ich mir wünsche ...

„… ich möchte lernen, einzelne Momente mitten im Alltag dankbar in mich aufzunehmen und das Leben zu spüren. Ich möchte das Licht der Sonnenstrahlen tief in mein Herz fallen lassen und mein unterkühltes Herz daran erwärmen. Den strömenden Regen meine Gedankengespinste wegschwemmen lassen. Meinem Kind tief in die Augen schauen und dankbar sein für diesen kostbaren Augenblick. Mich hinsetzen, tief durchatmen, meinen Herzschlag spüren und über das Wunder des Lebens staunen. So möchte ich inmitten meines begrenzten Lebens unbegrenzten Frieden erfahren. Ich möchte mehr und mehr Anteil erhalten an der göttlichen Fülle, Freiheit und einer Freude, die unabhängig von äußeren Lebensumständen ist. Mich klammern an eine Hoffnung, die in der Ewigkeit zu Hause ist, und schon heute davon kosten.“

 

Aus meinem Buch einzigartig (2017), S. 165-166

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